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SYLVIA DELLINGER (VORMALS WEBER)

PSYCHOTHERAPIE HPG, S-MH LINKSHÄNDERBERATUNG

 

94447 PLATTLING, LANDAUER STR. 89, TEL. 09931 - 98 27 132

 

Definition: Umschulung

 

Im ursprünglichen Sinn bedeutet Umschulung oder Umerziehung, jede Einflussnahme auf einen Linkshänder, mit der rechten Hand zu schreiben. Da es viele umgeschulte Linkshänder gibt, bei denen keine Umerziehung im klassischen Sinne stattgefunden hat, verwende ich den Begriff in einer erweiterten Form: Umschulung ist alles was letztlich dazu führt, dass ein Linkshänder mit der rechten Hand schreiben lernt.

 

Denkbar ist...

- eine motorische Entwicklungsverzögerung, die sich auch auf die Manifestation der Händigkeit auswirkt

 

- eine linksseitige (fein-)motorische Störung

 

- eine bewusste oder unbewusste Förderung des Gebrauchs der rechten Hand durch Eltern oder andere Bezugspersonen, lange vor der Einschulung ...

...weil man davon ausgeht, ein rechtshändiges Kind vor sich zu haben und man deshalb glaubt, das Kind brauche nur die richtige Anleitung, wenn es auf links wechselt, ...weil man selbst schlechte Erfahrungen mit Linkshändigkeit gemacht hat (z.B. wenn man miterlebt hat, welche Schwierigkeiten ein linkshändiger Mitschüler beim Schreiben hatte), ...weil man selbst umgeschult wurde und dies deshalb ganz automatisch auch bei seinem Kind tut...weil man die Bedeutung der Händigkeit nicht kannte („ich wusste nicht, was ich damit anrichte“) ...weil man davon ausgeht, das Kind sei beidhändig und daraus schließt, es sei egal, welche Hand zum Schreiben gefördert wird.

 

- dass das linkshändige Kind völlig unbemerkt von selbst mit der rechten Hand zu Zeichnen und Malen beginnt, weil es ein aufmerksamer Beobachter ist und nicht auffallen möchte. Diese Kinder werden auch unerkannte Linkshänder genannt, weil sich unbemerkt selbst umschulen.

 

In der Realität findet man häufig eine Kombination der aufgeführten Möglichkeiten.