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Sylvia Dellinger  

Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz

Linkshänderberatung nach Dr. Sattler

 

 

 

Definition: Händigkeit

 

Meine Arbeit stützt sich auf folgende Definition der Händigkeit:

Die Händigkeit ist Ausdruck der funktionellen Asymmetrie des menschlichen Gehirns. Die funktionelle Asymmetrie zeigt sich u.a. in der Dominanz eines der beiden motorischen Zentren über das andere. Bei Rechtshändern dominiert das motorische Zentrum der linken Gehirnhälfte, bei Linkshändern das motorische Zentrum der rechten. Es gibt Hinweise, dass die Dominanz nicht nur das jeweilige motorische Zentrum betrifft, sondern die gesamte Hirnhemisphäre. Die Dominanz eines der motorischen Zentren führt beim gesunden Menschen zur Bevorzugung einer Hand.

Die Händigkeit ist angeboren. Da sie das Gehirn betrifft, kann sie nicht prinzipiell geändert werden, jedoch in ihrem Ausprägungsgrad unterschiedlich sein. Besonders bei Linkshändern stimmt der Handgebrauch nicht immer mit der Händigkeit überein, es entsteht dann der Eindruck einer wechselnden Handbevorzugung, einer unklaren Handdominanz. Früher nannte man dies manchmal Beidhändigkeit.

Natürlich gibt es diese wechselnde Handbevorzugung auch bei Rechtshändern, meist bedingt durch (fein-)motorische Störungen, bei Linkshändern sind die Gründe dafür jedoch vielfältiger.

Folgende Gründe sind denkbar, weshalb ein Linkshänder bei bestimmten Tätigkeiten mit der rechten Hand führend hantiert:

- Anleitung bzw. Erziehung zur rechtshändigen Durchführung, meist von Kulturtechniken wie Schreiben oder die Benutzung des Bestecks beim Essen

- (fein-)motorische Störungen der linken Hand

- durch den Betroffenen selbst bewusst oder unbewusste herbeigeführte Anpassung an das rechtshändige soziale Umfeld

- Anpassung an eine Lern- Spiel- und Arbeitsumgebung (incl. Werkzeuge), die an die ergonomischen Belange von Rechtshändern eingestellt ist, wie z.B. die Benutzung der „normalen“ Schere.

 

Dadurch - und nicht durch die Linkshändigkeit an sich - kann es zu Koordinationsproblemen und Ungeschicklichkeiten kommen.

Schreibt ein Mensch nicht mit der Hand, die seiner angeborenen Händigkeit entspricht, nennt man dies umgeschulte Händigkeit. Dies gibt es auch bei Rechtshändern, die durch Unfall oder Krankheit rechtsseitig behindert sind.

Die Umschulung führt zu Fehlbelastungen des Gehirns, die nur selten ohne spürbare Folgen bleibt.